Radfahren in Bad Wildungen: Die letzten Radwegweiser wurden aufgestellt

Bad Wildungen(pm). Anfang November 2025 wurden die letzten Radwegweiser zur Vervollständigung des Bad Wildunger Radwegenetzes aufgestellt. Ein örtliches Unternehmen hat mehr als 300 Pfeilwegweiser, Zwischenwegweiser und Ortseingangstafeln im westlichen Stadtgebiet aufgestellt. Die erste durchgängige Radwegebeschilderung entstand in Bad Wildungen im Jahre 2014. Die Innenstadt sowie die Stadtteile Reinhardshausen, Altwildungen und Reitzenhagen wurden beschildert. Die Stadtteile Wega, Mandern und Albertshausen sind bereits seit Langem über den Ederradweg, den Hessischen Fernradweg R5 und den Ederseerundweg 4 (ER4) in das örtliche und regionale Radwegenetz integriert. Nun sind auch die Stadtteile Odershausen, Braunau, Bergfreiheit, Armsfeld, Hundsdorf, Hüddingen mit Dülfershof und Frebershausen in das Radwegenetz eingebunden. Im Vorfeld wurden alle Strecken mit den Ortsbeiräten abgestimmt. Die Rad-Beschilderung führt den Radfahrenden entsprechend der Abstimmungsergebnisse überwiegend auf bestehende, asphaltierte und wassergebundene Feld- und Waldwege. Neue Wege wurden in diesem Zusammenhang nicht angelegt. Vielmehr besteht nun die Herausforderung darin, die beschilderten Wege in einem gut befahrbaren Zustand zu halten. Wer die Strecken im Alltag fährt, hat den Vorteil, dass diese zumeist kürzer sind als die Nutzung der Straßen. Wer in seiner Freizeit das Radwegenetz nutzt, kann Rund-Routen fahren. Zum Beispiel wird man von Odershausen über Bergfreiheit und Armsfeld zurück nach Odershausen geführt. Wer möchte, kann in die Tour auch weitere Stadtteile einbeziehen. Zwischen Bergfreiheit und Armsfeld gibt es zudem eine beschilderte Anbindung an das beschilderte Radwegenetz von Haina, Gemünden und Frankenau.

Auf Wunsch des Ortsbeirats Mandern wurde auch eine Strecke von Mandern nach Braunau beschildert. Man fährt den asphaltierten Feldweg am Manderner Baugebiet „Schöne Aussicht“ vorbei bis zum Waldrand. Dort weist die Rad-Beschilderung eine Strecke durch den Wald bis zur Kreisstraße 37 aus. Ein kurzes Stück legt man auf der Kreisstraße zurück und biegt dann auf den Feldweg zur „Braunauer Warte“. Für das Radwegenetz wurde ein Beschilderungskataster erstellt. Zu jedem Standort gibt es ein Datenblatt mit allen relevanten Informationen. Dieses Kataster wird zurzeit in das Hessenweite Radwegekataster „VP-Info“ übertragen. So entsteht für ganz Hessen nach und nach ein einheitliches Radbeschilderungs-Kataster.

Derzeit werden in den Stadtteilen, die nun in das Radwegenetz einbezogen wurden, Fahrradanlehnbügel aufgestellt. So findet man künftig Fahrradanlehnbügel zum Beispiel an Bushaltestellen, Dorfgemeinschaftshäusern und Spielplätzen. Die als Fahrrad gestalteten Bügel sollen motivieren, für Wege im Ort und zu den Bushaltestellen häufiger das Rad zu nutzen.
Die Stadt Bad Wildungen hat die Umsetzung der Maßnahmen zur Förderung angemeldet. Dadurch wird die Umsetzung der Maßnahme zu 80 % aus dem Förderprogramm Nahmobilität des Landes Hessen gefördert.